Sonnenaufgang an den Drei Zinnen

Wenn Menschen an die Alpen denken, verbinden sie damit meist die atemberaubenden Bilder der Dolomiten – die Drei Zinnen, das Dreigestirn der Tofane, Monte Cristallo. Der Lavaredo Ultra Trail ist mit seiner neunten Austragung mittlerweile ein Klassiker, der mit 119 Kilometern und knapp 6000 Höhenmetern um genau diese berühmten Felsformationen führt. Die Tour Das Rennen startet am späten Abend in Cortina d’Ampezzo und wer als Läufer sein Tempo gut einteilt, wird mit den drei Zinnen bei Sonnenaufgang belohnt. Die Läufer spüren, dass sie willkommen sind und so ist es keine Überraschung, dass 500 der 6000 Einwohner Cortinas bei den Rennen als Helfer auf der Strecke stehen. Ein kleines Alpenstädtchen umrahmt von einer atemberaubenden Kulisse feiert für einige Tage ein Trailrunning-Festival. Die Atmosphäre in Cortina erinnert ein wenig an die Anfangsjahre des UTMB. Mit 1300 Läufern aus 56 Nationen verzeichnete die diesjährige Austragung erneut einen Teilnehmerrekord, wirkt allerdings immer noch familiär – ganz im Gegensatz zum großen Bruder in Chamonix.

Lavaredo Ultra Trail

Auch den Top-Stars der Szene ist der Lavaredo nicht entgangen, so standen in diesem Jahr der US-Amerikaner Timothy Olson, die Brasilianerin Fernanda Maciel, die Französin Caroline Chaverot, Denise Zimmermann (1. Irontrail, 1. TVSB, 1. Sardona Ultra) sowie ein extrem starkes internationales Feld an der Startline. Maciel hat den Lavaredo bereits 2011 gewonnen und war Zweite in 2012. “Zum Lavaredo komme ich immer gern zurück, denn es ist eine so wunderschöne Strecke”, erläutert sie ihre erneute Teilnahme in diesem Jahr. Gewinnen konnte sie den Lavaredo Ultra Trail dieses Jahr nicht, sondern die Französin Caroline Chaverot entschied das Rennen für sich und ließ diesmal Nathalie Mauclair und Maciel hinter sich. War es eine Revanche für dich? Caroline sagt sichtlich erleichtert: “Um ehrlich zu sein, ja. Die IAU Weltmeisterschaften waren hart für mich, denn am letzten Berg hat mich Nathalie sehr schnell überholt. Aber es war nur ein Bluff, denn dann lief sie in meinem Tempo weiter, aber ich kam einfach nicht mehr ran.” Mit diesem Lauf unterbot sie den Streckenrekord von Rory Bosio vom vergangenen Jahr um 49 Minuten. Rory hatte ihrerseits bereits den alten Streckenrekord um 90 Minuten verkürzt. Auch die Herren lieferten sich einen harten Kampf um die Spitze, den der Norweger Didrik Hermansen in 12.34 h für sich entschied. Der Franzose Erik Clavery führte das Feld bis Kilometer 33, fiel dann auf Platz Fünf zurück und kämpfte sich schließlich wieder bis auf Rang Zwei nach vorn.

Rennen

Cortina Skyrace 20km, 1000 Höhenmeter
Cortina Trail 47km, 2650 Höhenmeter
Lavaredo Ultra Trail 119km, 5850 Höhenmeter

Resultate Lavaredo Ultra Trail

Männer

  1. Hermansen Didrik (NOR) 12.34h
  2. Clavery Erik (FRA) 13.01h
  3. Duran Lopez Yeray (ESP) 13.04h

Frauen

  1. Chaverot Caroline (FRA) 13.40h
  2. Mauclair Nathalie (FRA) 14.25h
  3. Maciel Fernanda (BRA) 15.15h

#### Resultate Cortina Trail

Männer

  1. Davide Cheraz (ITA) 4.43h
  2. Stefano Fantuz (ITA) 4.54h
  3. Sebasjan Zarnik (ITA) 4.57h

Frauen

  1. Kim Spence (GBR) 5.42h
  2. Kerstin Erdmann (GER) 5.58h
  3. Anna Biasin (ITA) 5.59h

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