INOV-8 Trail Talon 275

INOV-8 Trail Talon 275

Der Trail Talon ist mit 275 Gramm ein sehr leichter Schuh für weiche und trockene Trails. Auf Gras- und Waldböden fühlt er sich pudelwohl und das Profil greift zuverlässig. Nässe und Fels kann der Trail Talon bewältigen, kommt jedoch schnell an seine Grenzen. Die Sohle mit 8mm Sprengung sorgt für ausreichend Dämpfung und ermöglicht lange, ja sogar sehr lange Distanzen. Der Vorfußbereich bietet den Zehen viel Platz, wenn sie anschwellen. Das Innenfutter ist kuschelweich und trotzdem sitzt der Schuh ganz gut am Fuß.

INOV 8 Trail Talon © Thomas Bohne

Langzeittest

Bei Tor des Geants wurde der Schuh auf die Probe gestellt und hat nicht enttäuscht. Der Tragekomfort war besonders nach einer 200 Kilometer Vorbelastung noch sehr hoch und die Dämpfung ausreichend. Auch bei Nässe konnte der Trail Talon 275 überzeugen. Einzig der Halt an der Ferse war etwas zu locker, das lässt sich allerdings beim sonst so weichen Innenleben kaum verbessern. Die Verarbeitung scheint makellos, der Schuh hat 150 Kilometer im Hochgebirge bei Nässe schadlos überstanden.

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Garmin Forerunner 630

Der Garmin Forerunner 630 überzeugt mich wie bereits sein Vorgängermodell durch sein geringes Gewicht, die geringe Größe und die integrierte WLAN-Funktionalität. Wer den Touch-Screen mag, der findet hier ein weiteres Argument für die 630 im Vergleich zu den Versionen 230 und 235. Nach dem Training müsst ihr euch keine Gedanken über die Datenübertragung machen, denn die Uhr lädt die Trainingsdaten im Heimnetzwerk ganz problemlos zum Web-Portal Garmin Connect und wertet sie aus. Bei der neuen 630 wurde die Anzeige vergrößert und die Uhr empfängt nun zusätzlich die Signale der GLONASS-Satelliten. Außerdem ist die 630 ein vollwertiger Fitness-Tracker, der eure Bewegungen im Tagesverlauf aufzeichnet und euren Schlaf auswertet.

© Garmin

Deutliche Verbesserungen gibt es bei den Running-Dynamics-Daten, die zur Verbesserung des persönlichen Laufstils beitragen sollen:

  • Schrittfrequenz
  • Bodenkontaktzeit
  • Balance Bodenkontaktzeit
  • Vertikale Bewegung
  • Schrittlänge
  • Vertikalverhältnis

Auch wenn diese Daten unter Umständen hilfreich sein können, überzeugen sie mich im Gelände nicht hundertprozentig. Auch der Stress-Wert scheint eher einen groben Anhalt zu bieten als einen genauen Ruheindikator.

Während des Tests fiel mir auf, dass die Knöpfe am rechten Rand des Uhrengehäuses oft versehentlich am Handgelenk auslösten. Mit einer Tastensperre lässt sich die zwar unterdrücken, jedoch sind dann alle Tasten gesperrt.

Insgesamt ist die 630 eine zuverlässige und extrem leichte Laufuhr und Smartwatch, die sich in erster Linie durch WLAN und Touchscreen von den kleineren Geschwistern der 200er-Serie absetzt.

Forerunner 630
Preis (UVP) 399 €
Gewicht 43g
Barometrischer Höhenmesser nein
Betriebszeit Uhrmodus 4 Wochen
Betriebszeit Trainingsmodus 16 Stunden
Wasserdichtigkeit Baden, Duschen

Die Fenix 3 im Langzeittest

Stilvoll, smart und solide – Die neue Garmin Fenix 3 erobert die Trails mit präziser Genauigkeit in feiner, harter Schale. Die graue Fenix 3 hat mich sowohl im Schneesturm bei minus 14 Grad als auch in die Sandstürme der Wüste Gobi begleitet und dabei keinen Kratzer davongetragen.

So mancher Betrachter hält die Uhr zunächst für eine Analoguhr mit Zeigern. Das neue, hochauflösende Farbdisplay lässt die digitalen Zeiger täuschend echt erscheinen und gibt der Fenix ganz neue Möglichkeiten.

Gobi March 2015-25

Russische Satelliten

Unter ihrem robusten Metallgehäuse verbirgt die Fenix sensible GPS-Empfänger für die amerikanischen Satelliten sowie für die der Russen. Die Positionsbestimmung dauert an einem neuen Ort mit ein bis zwei Minuten recht lang. Allerdings werden die letzten Positionen zwischengespeichert und eine erneute Satellitensuche an Orten in der Nähe dauerte im Test anschließend keine fünf Sekunden. Außerdem wählt die Fenix 3 automatisch die korrekte Zeitzone, was sie auf Reisen zu einem hilfreichen Begleiter werden lässt. Höhenmesser, Barometer und Kompass benötigen zum Betrieb kein GPS, können aber per GPS automatisch kalibriert werden. Das spart ordentlich Energie und Zeit.

Vergleich mit dem GPSMap 64s

Meine Hausrunde eignet sich hervorragend zum Vergleich der Fenix 3 mit dem großen Bruder GPSMap 64s. Die Laufrunde führt über sieben Kilometer auf schmalen Trails durch die Voralpen nahe Garmisch-Partenkirchen. Teile des Trails sind ausgesetzt, andere sind dicht bewaldet und stellen damit eine Herausforderung für GPS-Geräte dar. Das folgende Bild zeigt die aufgezeichneten Tracks beider Geräte. Der Track der Fenix 3 ist dabei rot dargestellt, der des GPSMap 64s blau.

Vergleich Fenix 3 - GPSMAP 64s

Das Aufzeichnungsintervall betrug bei beiden Geräten 1s und sie wurden beide am linken Arm getragen. Beide Geräte zeichneten sowohl mit den amerikanischen Satelliten als auch mit GLONASS auf.

Der Vergleich trifft keine Aussage über die Genauigkeit beider Geräte, welches Gerät die genaueren Werte liefert, ist nicht bekannt. Die Abweichung der Messwerte lässt trotzdem Rückschlüsse zu. Die Abweichung der gemessenen Distanzen beträgt mit 200 Metern knapp 3%. Das sind auf 100 Kilometer immerhin 3 Kilometer Unterschied. Sowohl die Fenix 3 als auch das GPSMap 64 zeichnen in diesem für GPS-Geräte anspruchsvollen Gelände einen Trail auf, der nah am gelaufenen Original liegt. Bei genauem Betrachten fällt auf, dass das GPSMap auch kleine Haken berücksichtigt, während die Fenix 3 diese vernachlässigt.

Hier die Messwerte:

GPS Fenix 3 GPSMap 64s 
Aufzeichnungsintervall 1s 1s
Gesamtdistanz 7,2km 7,4km
Anstieg 667 674m
Abstieg 668 676m
Ausgangshöhe 664 675
maximale Höhe 1326 1327

Die Höhenmesser beider Geräte kalibrieren sich beim Einschalten automatisch, deshalb sind die Ausgangshöhen beider Geräte unterschiedlich. Die maximale Höhe beider Geräte bei diesem Lauf ist erstaunlich ähnlich, obwohl die angegebene Höhe des Berges mit 1368 Metern noch etwas darüber liegt. Das folgende Foto zeigt die Höhenangabe der Fenix 3 auf dem Gipfel des Wank bei Partenkirchen in einer Höhe von 1780 Metern mit automatischer Konfiguration.

2015-04-19 13.04.24

Drahtlose Vielfalt

Der Akku der Fenix 3 hält im GPS-Modus mindestens 18 Stunden und im UltraTrac-Modus mit geringer Aufzeichnungsrate maximal 50 Stunden. Im Test hatte war Bluetooth permanent aktiviert, um meine Trainingseinheiten automatisch mit dem Smartphone zu synchronisieren. Dazu musste die Uhr ungefähr alle drei Tage aufgeladen werden. Die Bluetooth-Schnittstelle ermöglicht außerdem einige Smartwatch-Funktionen: So werden Anrufe und Nachrichten, die vom Smartphone kommen, per Vibrationsalarm von der Uhr angezeigt. Während dieser Aktivität kam es im Test zum einzigen Ausfall, bei dem die Uhr manuell zurückgesetzt werden musste. Zum Reset muss die Lichttaste 25 Sekunden lang gedrückt werden, bis die Uhr ausschaltet. Anschließend kann sie durch das Betätigen der Lichttaste wieder eingeschaltet werden.

Die Fenix 3 besitze eine ANT+-Schnittstelle zur Anbindung externer Sensoren wie zum Beispiel einen Brustgurt. Die integrierte WiFi-Funktionalität fällt in die Kategorie willkommener Luxus. Sie ermöglicht die Synchronisation der Trainingsdaten im Heimnetzwerk, während ihr unter der Dusche steht.

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Konfiguration am Handgelenk

Als Ultraläufer könnt ihr die Uhr auch im Zelt während des Wüstenlaufes umkonfigurieren, denn die Konfiguration kann nahezu vollständig ohne PC am Handgelenk erfolgen. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind schier endlos. Besonders hilfreich finde ich die neue AutoClimb-Funktionalität, die ab einer Steigung von 2-3% automatisch auf eine Anzeige mit Steigungsdaten anzeigt. Während langer Anstiege habt ihr so die wichtigen Informationen automatisch im Blick.

Die AutoLap-Funktion ermöglicht die Konfiguration von Rundenzeiten nach Distanz. Bei langen Läufen lassen sich so damit die Zwischenzeiten gut überwachen.

Eine für mich überflüssige Funktion ist die Überwachung meiner Tagesaktivitäten wie Schrittzahl und zurückgelegte Distanz im Alltag. Der Inaktivitätsalarm schien völlig wahllos auszulösen und wurde von mir genervt deaktiviert.

Garmin Fenix 3

Garmin Fenix 3

Brauchbares Navi

Dank hochauflösendem Farbdisplay ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Navigation: Aktivitäten, Strecken oder GPS-Punkte können über Garmin Connect auf die Uhr übertragen werden. Anschließend zeigt euch das Display eine kleine Karte an und führt euch zum Ziel. Während der Navigation entlang einer Route werden Abweichungen vom Track durch Warnungen signalisiert und die Fenix 3 berechnet eine geschätzte Ankunftszeit. Falls ihr euch mal verlaufen habt, bringt euch die TracBack-Funktion wieder zum Ausgangsort zurück — eine Funktion, die ich in unbekannten Regionen unglaublich praktisch finde.

Die Übertragung von Tracks auf die Uhr geht problemlos per Smartphone und per PC. Leider lassen sich GPS-Tracks aber nur am Computer und noch nicht per Smartphone-App in Garmin Connect übertragen. Ich habe zum Beispiel einen Track mit der Smartphone-APP GPSies gefunden, lade diesen auf meinem Telefon als Datei runter und kann ihn ohne den Umweg PC nicht auf die Uhr übertragen.

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Zusammenfassung

Die Fenix 3 ist mein treuer Begleiter im Alltag geworden. Das Design wirkt sportlich robust und trotzdem elegant. Die zahlreichen Funktionen der Uhr suchen bis dato ihresgleichen auf dem Markt. Besonders auf Langstrecken im Gelände ist die Fenix 3 hilfreich. Nach dem Lauf schreit sie nicht gleich nach dem Datenkabel, sondern kooperiert mit Android und iPhone. In Zukunft stehen für die Uhr mit Connect IQ auch Apps und Widgets bereit. Damit hat Garmin eine Lücke zu Suunto geschlossen.

In diesem Review habe ich einige der Funktionen der Fenix 3 vorgestellt, die für mich als Ultra-Läufer von besonderem Interesse sind. Die Informationen im Test stammen aus meinen Erfahrungen, Produktbeschreibungen des Herstellers sowie vom herausragenden Blog von Ray Maker. Falls ihr falsche oder unvollständige Informationen im Beitrag findet, schreibt mir einfach oder hinterlasst einen Kommentar.

GPS-Uhr Garmin Fenix 3
Preis (UVP) 499 €
Gewicht 82g
Barometrischer Höhenmesser ja
Kompass 3-Achsen
Akku-Betriebszeit (mit GPS) 16-50 Stunden
Akku-Betriebszeit (ohne GPS) 3 Monate
Wasserdichtigkeit schwimmtauglich
Aufzeichnungsintervall ab 1s

Thomas

Helle Köpfchen — Stirnlampen für Läufer

Wenn ich nachts auf meine dunklen Hausberge am Horizont blicke, sehe ich gelegentlich einen Lichtpunkt aufblitzen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass er sich langsam bewegt. Egal ob als Wanderer, Läufer oder Skitourengeher — immer mehr Menschen wagen sich in völliger Dunkelheit vor die Tür und greifen dabei auf künstliches Licht zurück. Erst Entwicklung der weißen LED und leistungsfähige Akkus ließen die Stirnlampen auch für Läufer nutzbar werden. Der Trend geht mittlerweile sogar zur Zweitlampe. Für mich zählt eine Stirnlampe genauso zur Pflichtausrüstung wie ein Mobiltelefon. Besonders in den Wintermonaten, wenn die Tage kurz sind, bietet mir meine Lampe die einzige Möglichkeit, sicher über technische Trails zu traben. Allerdings müssen nicht gleich 400 Euro für einen beleuchtetes Stück Wanderweg ausgegeben werden. Oft reicht ein günstiges Modell völlig aus und der Markt bietet zahlreiche Modelle: Angefangen bei einfachen, preiswerten Lampen für weniger als dreißig Euro über minimalistische Notlampen bis hin zu Hochleistungs-Lampen mit Software-Steuerung ist für unterschiedliche Einsatzzwecke etwas geboten. Ich habe eine breite Palette aktueller und zukünftiger Modelle für euch getestet.

Geonaute OnNight 410

Geonaute OnNight 410

Kompakt, leicht und mit schwenkbarem Kopf liefert diese Stirnlampe der Decathlon-Tochter bei maximaler Leuchtkraft einen recht konzentrierten Lichtkegel, der auf einfachen Trails gerade ausreichend Licht bietet. Die Lampe lässt sich über einen Druckknopf über dem Lampenkopf gut bedienen, allerdings verstellt sich bei der Betätigung die Position des Kopfes leicht. Die Verarbeitung ist einfach aber solide und der integrierte Akku wird per USB-Kabel geladen.

Petzl Myo RXP

Petzl Myo RXP 2015

Die Myo liefert 280 Lumen über sagenhafte 45 Stunden und ist damit ein Favorit für lange Ultras und mehrtägige Abenteuer. Die neue Version der Myo RXP fällt sofort durch eine ausgewogene Gewichtsverteilung auf. Eine aufklappbare Weitwinkellinse erzeugt einen gleichmäßigen Lichtkegel im Nahbereich, ohne die Linse entsteht ein stark fokussierter Lichtkegel. Zusätzlich verfügt sie übern einen Boost-Modus. Eine durchdachte Konstruktion und der Betrieb mit drei AA-NiMH-Akkus ermöglichen einen schnellen Akkuwechsel. Die Bedienknöpfe sind etwas klein geraten aber die Lampe wirkt hochwertig und robust.

Black Diamond Icon

Black Diamond Icon

Die Icon ist der robuste Partner für Abenteurer. Auffällig ist der Akkupack mit vier AA-Akkus, der die Icon zum Schwergewicht werden lässt. Sie liefert für circa neun Stunden 200 Lumen und ist damit ein zuverlässiger Begleiter auf langen Touren. Das Gewicht wird durch ein dreiteiliges Band sicher am Kopf gehalten. Das Gehäuse ist sehr robust und stabil. Die Bedienung der verschiedenen Leuchtmodi erfolgt über einen gut zu bedienenden Druckknopf am Lampenkopf.

Petzl TIKKA RXP

Petzl Tikka RXP

Die TIKKA RXP ist ein Leichtgewicht, das mit der reaktiven Lichtsteuerung der NAO ausgestattet ist. Das Gewicht trägt sie lediglich am Lampenkopf und lässt sich daher gut im Gepäck verstauen. Sie eignet sich für den kurzzeitigen Gebrauch und als Ersatzlampe. Die Verarbeitung ist hochwertig und der Akku lässt sich problemlos tauschen. Lediglich die Bedienung der zwei kleinen Druckknöpfe erfordert Fingerspitzengefühl.

Sigma Mono HL

Sigma Mono HL

Die Mono HL eignet sich für sehr einfache Trails und als Notleuchte, da die Lichtausbeute begrenzt ist. Der Lichtkegel ist sehr zentriert und für den Fernbereich optimiert. Die Bedienung erfolgt über einen Druckknopf auf dem Lampengehäuse. Die Verarbeitung der Lampe ist einfach und der integrierte Akku wird per Micro-USB geladen.

Silva Trail Runner II

Silva Trail Runner II

Bei der Trail Runner II hat der Hersteller besonderen Wert auf einen optimalen Lichtkegel gelegt. Die Lichtausbeute der 140 Lumen ist deshalb nahezu perfekt. Das Gehäuse des Vorgängers wurde nochmals etwas verschlankt und die Verarbeitung erscheint noch hochwertiger. Bedient wird sie über einen seitlichen Druckknopf. Die Trail Runner II ist die optimale Lampe für Ultras und Trail-Läufer, die lange Nächte vor sich haben und auf ein ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis achten.

Stirnlampen Geonaute OnNight 410 Sigma Mono HL Silva Trail Runner II Black Diamond Icon Petzl TIKKA RXP Petzl Myo (2015)
Maximale Helligkeit in Lumen 120 32 140 200 215 280
rotes Lichttd>

nein nein nein ja ja nein
Preis (UVP) in € 25,90 27,90 70 79,90 ja 99,95
Gewicht in g 100 54 122 245 110 185
Betriebszeit in Stunden bei > 100 Lumen 5 k.A. 30 k.A. 5 47
Betriebszeit in Stunden bei max. Helligkeit 7 5 30 9 2.5 45
Wasserdichtigkeit übersteht Spritzer k.A. übersteht Regen übersteht Untertauchen übersteht Spritzer übersteht Spritzer

Hochleistungs-Lampen

Die folgenden Stirnlampen zeichnen sich durch eine besonders hohe Lichtstärke und Reichweite aus. Sie benötigen dafür mehr Energie als die oben aufgeführten Modelle und erzeugen mehr Wärme.

Silva Trail Speed Elite

Silva Trail Speed Elite

Die zwei Hochleistungs-LEDs dieser Lampe erzeugen zwei unterschiedliche Lichtkegel: einen sehr breiten sowie einen sehr zentrierten. Die Ausleuchtung und die Lichtleistung der Lampe überzeugt auch auf technisch anspruchsvollen Trails. Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Ein großer Knopf an der Lampe regelt die Beleuchtung in drei Stufen und ist leicht zu bedienen. Während die Lampe sehr leicht ist, brachte der Akkupack deutlich mehr auf die Waage und rutschte beim Tragen am Hinterkopf immer wieder in den Nacken.

Silva Power Trail

Silva Power Trail

Die Silva Power Trail ist ein flexibel einsetzbarer Flutlichtscheinwerfer mit der höchsten Lichtleistung im Test. Die Lampe lässt sich durch ihre großzügige Kopfhalterung bequem tragen. Die fünf LEDs sind sehr gut aufeinander abgestimmt und leuchten den Trail perfekt aus. Die Bedienung erfolgt über einen Druckknopf am Lampengehäuse. Viel Licht verlangt nach viel Leistung, deshalb muss der massive Akku in den Rucksack ausgelagert werden.

Petzl NAO 2015

Petzl Nao 2015

Die Petzl NAO überzeugt durch ihre Anpassungsfähigkeit und Leistung. Sie leuchtet im Nahbereich automatisch schwächer und wenn der Blick in die Ferne schweift, dreht sie die Leistung richtig auf. Das spart Akkuleistung und erzeugt eine ausgewogene Ausleuchtung auf dem Trail. Bei langem Betrieb lässt sich der Akku im Handumdrehen wechseln, allerdings verheddern sich die Bänder der Kopfhalterung sehr leicht. Die Lampe ist per Drehknopf gut bedienbar.

Lupine Neo X2

Lupine X2

Die Lupine X2 sorgt mit ihrer Lichtleistung und ihrer minimalistischen Bauart für ein zufriedenes Grinsen in den Gesichtern von Trail-Läufern. Für ihre Größe liefert sie sehr viel Licht, sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung und die Akkuleistung ist für eine Nacht ausreichend.

Lupine Piko X4 SC

Lupine Piko X4

Die Lupine X4 SC ist das unangefochtene Highlight in der Oberklasse der LED-Lampen. Sowohl Lichtleistung als auch Akkuleistung sind absolut überzeugend. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, die Bedienung intuitiv und die Lampe lässt sich problemlos in kleinen Laufrucksäcken verstauen. Bei der X4 SmartCore (SC) kann der Ladezustand des Akkus jederzeit per LED am Akku abgelesen werden.

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Stirnlampen Silva Trail Speed Elite Lupine Neo X2 Petzl NAOstrong> Silva Power Trail Lupine Piko X4 SC
Maximale Helligkeit in Lumen 660 700 575 1300 1200
rotes Licht nein ja nein nein nein
Preis (UVP) in € 280 180 150 550 310
Gewicht in g 190 195 185 490 200
Betriebszeit in Stunden bei > 100 Lumen k.A. 14 8 20 21
Betriebszeit in Stunden bei max. Helligkeit 2.5 2.25 6.5 2.5 2
Wasserdichtigkeit übersteht Regen übersteht Untertauchen übersteht Spritzer übersteht Regen übersteht Untertauchen

So habe ich getestet

Für uns Trail-Läufer ist nicht nur die Kombination aus Betriebszeit und Lichtausbeute entscheidend, sondern ebenfalls das Handling und das Gewicht. So sind wir mit allen Lampen über die Trails getrabt und haben sie draußen für euch getestet. Währenddessen haben wir festgestellt, dass die Angaben zur Betriebszeit wie zum Beispiel bei der Black Diamond Icon nicht mit der realen Nutzbarkeit übereinstimmen. Angaben zu Lichtleistung einzelner Lampen sind nicht immer aussagekräftig. So liefert die Trail Runner II von Silva eine ausgesprochen gute Ausleuchtung, obwohl die Lichtmenge nicht im Spitzenfeld liegt. Zudem spielt besonders auf langen Läufen der Tragekomfort und in der Kälte das Handling eine wichtige Rolle. Hier wirkt sich die Erfahrung der Häuser Lupine, Silva und Petzl sehr positiv auf deren Modelle aus.

Was ist das Lumen?

Das Lumen ist vergleichbar mit den PS beim Auto. Diese photometrische Einheit des Lichtstroms bezeichnet die vollständige Menge des sichtbaren Lichtes einer Lichtquelle. Je mehr Lumen, desto heller. Einfache LED-Stirnlampen bieten so um die 100 Lumen. Der hellste Vertreter unserer Testreihe ist die Lupine mit 1300 Lumen.

Was steckt hinter LED?

Die Abkürzung LED steht für Light Emitting Diode, ein elektronisches Halbleiter-Bauelement, das Strom in nur eine Richtung durchlässt. Fließt der Strom in Durchlassrichtung, erzeugt die LED Licht. Die Lichtfarbe wird maßgeblich durch die verwendeten Materialien und den Aufbau der LED bewirkt. In diesem Jahr wurden drei japanische Forscher für die Erfindung der blauen LED mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Die blauen LED sind die Grundlage für unsere Stirnlampen, denn nur durch blaue LEDs kann weißes Licht erzeugt werden.

Hightech im Miniformat — der Garmin ForeRunner 620

Der Garmin ForeRunner (FR) 620 ist das Topmodell der GPS-Uhren von Garmin. Die Uhr ist in erster Linie für ambitionierte Läufer gedacht und fällt durch ihr geringes Gewicht von 43 Gramm und ihre geringe Größe auf, was sie im täglichen Gebrauch zu einem angenehmen und unauffälligen Begleiter am Handgelenk werden lässt.

Die Signalsuche nach Satelliten benötigt beim ersten Einschalten an einem neuen Ort etwas Zeit, der FR 620 merkt sich allerdings diese Position und findet das Signal beim nächsten Lauf bereits nach wenigen Sekunden. Der GPS-Empfang während des Trainings konnte uns überzeugen. Ein Beschleunigungssensor in der Uhr ermöglicht das Training im Gebäude auch ohne GPS-Empfang.

Eine kritische Eigenschaft vieler GPS-Uhren ist ihre Akkulaufzeit. Durch das sparsame LCD-Display hält der FR 620 im Uhrmodus bis zu sechs Wochen durch. Im GPS-Modus machte er bei unserem Test nach knapp 10 Stunden schlapp. Dieser akzeptable Wert reicht für kurze Ultra-Läufe. Aufgeladen wird der Akku über eine magnetische Klammer mit vier Kontakten, die per USB mit Computer verbunden werden muss. Dabei können gleichzeitig die Trainingsdaten an Garmin Connect übertragen werden.

Die Daten lassen sich jedoch auch per Bluetooth über das Smartphone (Android & iPhone) an Garmin Connect übertragen und somit in sozialen Netzwerken teilen. Die zusätzliche WLAN-Fähigkeit erwies sich im Test als äußerst komfortabel. So konnte die Auswertung der Trainingseinheit gleich nach der Dusche nach dem Training beginnen, denn die Uhr hatte die Daten bereits selbstständig über das bekannte Heimnetz an Garmin Connect übertragen. Die Uhr muss dazu nicht einmal abgelegt werden. Weitere Sensoren können über die weit verbreitete Ant+-Schnittstelle angebunden werden. Dem FR 620 fehlt die Track-Back-Funktion sowie die Möglichkeit zur Navigation bzw. zum Nachverfolgen eines Tracks.

Ein zusätzliches Highlight des FR 620 ist sein Touchscreen. Während die wichtigsten Funktionen über Knöpfe am Gehäuse bedienbar bleiben (Training Start / Stopp), werden große Teile der Menüführung über den Touchscreen gesteuert. Das ist komfortabel, effizient und erleichtert die Menüführung erheblich. Die Steuerung funktioniert mit einem verschwitzten Körper noch recht gut, bei Regen versagt sie jedoch vollständig.

Garmin Forerunner 620

Garmin Forerunner 620


Wer einen strikten Trainingsplan befolgt, kann sich online seine Einheiten zusammenstellen und anschließend die Wochen- und Tagespläne an die Uhr übertragen. Zusätzliche Features wie Bodenkontaktzeit, vertikale Oszillation und VO2-Max sind meiner Meinung nach Spielerei und führen zu keinen nennenswerten Erkenntnissen für das Training. Im Test wurde die Uhr aufgrund ihrer Größe schnell zu einem permanenten Begleiter im Alltag. Der FR 620 deckt alle wichtigen Funktionen für Läufer ab und durch seine vielen technischen Features ist die Handhabung angenehm und nicht sehr zeitaufwändig.

GPS Uhre: Garmin Forerunner 620
Preis in € 399€ (mit HF-Gurt)
Gewicht 43g
Barometrischer Höhenmesser nein
Kompass nein
Akku-Betriebszeit mit GPS max. 10 Stunden
Akku-Betriebszeit ohne GPS 6 Wochen
Wasserdichtigkeit duschtauglich
Aufzeichnungsintervall ab 1s

Garmin Fenix 2 – testD

Während auf den Berggipfeln die Schneereste beharrlich glänzen und der Niederschlag hoch oben noch immer in fester Konsistenz zu Boden fällt, laufe ich für euch mit den technischen Highlights der kommenden Saison über die matschigen Trails. Die robuste Allzweckwaffe unter den GPS-Uhren wurde durch die amerikanische GPS-Schmiede Garmin einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen. Bereits vor der Markteinführung in Deutschland habe ich für euch die neue Fenix 2 unter die Lupe genommen und getestet. Was verspricht das neue Modell und was bietet es euch auf den Trails?

Auf den ersten Blick ähnelt die GPS-Uhr ihrem Vorgänger: Die Multisport-GPS-Uhr Fenix haben hatte ich bereits hier im Vergleich zu Konkurrenzmodellen vorgestellt. Das Display der Fenix 2 zeigt helle Schrift auf schwarzem Hintergrund, bei der Fenix war das umgekehrt. Leider lässt sich diese Anzeige nicht verändern. Die rote Hintergrundbeleuchtung der Anzeige beeinträchtigt deine Nachtsichtfähigkeit etwas weniger. Mich konnte diese Neuerung während des Tests überzeugen. Das Gewicht gleicht mit 85g dem Vorgänger und ist etwas höher als das der Suunto Ambit 2. Die Anordnung der Funktionen der Knöpfe am Gehäuse wurde verändert, erscheint jedoch logisch und durchdacht.

Im Lieferumfang enthalten ist ein langes Klett-Armband, das für die Befestigung an dicken Jacken gedacht ist, die du zum Beispiel beim Skifahren oder Bergsteigen im Winter trägst. Je nach Ausstattungspaket ist ein Brustgurt zur Herzfrequenzmessung im Lieferumfang enthalten. Mit dem Brustgurt lassen sich Daten wie Schrittfrequenz, Vertikalbewegung des Brustkorbes sowie Bodenberührungszeit messen. Die Auswertung erfolgt später mit Garmin Connect. In der unten gezeigten Grafik lassen sich Aufstieg und Abstieg anhand der Schrittfrequenz klar voneinander unterscheiden. Am Gipfel habe ich mir eine Pause gegönnt und bin ein paar Meter gegangen.

Schrittfrequenz und Temperatur während einer Tour

Trittfrequenz und Temperatur während einer Tour

Der Brustgurt liefert außerdem Daten zur Herzfrequenzvariabilität und ermöglicht der Uhr Aussagen zu VO2-Max, Erholungszeit und zum erzielten Trainingseffekt. So wird nach wenigen Minuten Trainingszeit bereits ein Hinweis zur aktuellen Erholungsfähigkeit gegeben. Basierend auf VO2-Max und dem eigenen Alter kann die Fenix 2 sogar deine erwartete Bestzeit bei Rennen schätzen. Die Schätzwerte stammen aus einer intern hinterlegten Tabelle, die den VO2-Max-Wert als Grundlage verwendet. Die Aussagen zur Erholungszeit und VO2-Max sind stark abhängig von der aktuellen der Tagesform und geben lediglich einen guten Hinweis, ob das aktuelle Training angebracht ist oder besser eine Pause eingelegt werden sollte.

Aktivitäten aufzeichnen

Die bedeutendste Änderung an der Fenix 2 ist der Multisport-Modus. Im Multisport-Modus werden unterschiedliche Sportarten verzugslos miteinander kombiniert. Dieser Modus eignet sich nicht ausschließlich für Triathleten, sondern ist auch für Trail-Läufer sehr hilfreich. Fährst du zum Beispiel mit dem Fahrrad zum Berg, läufst dann einen Trail und fährst dann wieder nach Hause, kombinierst du Radfahren, Trail-Running und Radfahren zu einer Aktivität mit verzugslosen Übergängen. Leider werden in der Auswertung auf Garmin Connect diese Aktivitäten wieder als einzelne Sportarten gespeichert und nicht miteinander kombiniert. Aktivitäten können jederzeit wiederaufgenommen werden. Damit werden lange, über mehrere Tage dauernde Touren als einzelne Aktivität gespeichert. Beim Langzeittest mit unserem Modell habe ich den Akku bis an die Grenze ausgereizt und damit ca. 16 Stunden aufgezeichnet. Als mich die Uhr mehrfach durch Vibration auf den niedrigen Ladezustand des Akkus aufmerksam machte, habe ich schließlich die laufende Aktivität beendet und wollte speichern. Scheinbar gibt es bei langen Aktivitäten ein Speicherproblem, denn das Display der Uhr war anschließend eingefroren und die Uhr schaltete sich automatisch ab. Auch nach erneutem Aufladen ließ sich die Aktivität nur nach mehreren Versuchen speichern. Garmin Connect weigert sich bisher beharrlich die Aktivität von der Uhr auszulesen, nur Strava verrichtet hier seine Dienste zuverlässig wie gewohnt.

Das Löschen einzelner Trainingsaufzeichnungen ist bei der Fenix 2 leider sehr umständlich gestaltet, da die jeweilige Aktivität zuvor vollständig geladen werden muss. Der Ladevorgang nimmt viel Zeit in Anspruch. Hier wäre eine Mehrfachauswahl zum schnellen Löschen die bevorzugte Lösung. Am Rechner lassen sich die Aktivitäten über USB-Port jedoch schnell und einfach löschen.

Die Fenix eignet sich hervorragend zur Navigation bzw. zum Folgen eines vorher aufgezeichneten Tracks. Das hilft euch zum Beispiel in langen Wettkämpfen, wenn ihr vor dem Start einen GPS-Track erhaltet und während des Laufes vom Weg abkommt. Leider wird bei der Aktivität “Navigation” der UltraTrack-Modus zur reduzierten Aufzeichnung nicht angeboten und dadurch reduziert sich die Akkulaufzeit von 50 Stunden auf 16 Stunden. Nutzt ihr hingegen die Aktivität Trail Running im UltraTrac-Modus, zeichnet die Fenix zwar mit etwas weniger Genauigkeit Positionsdaten auf, bietet euch hingegen 50 Stunden Akkulaufzeit.

Bei der Anpassung an die deutsche Sprache sind noch einige Nachbesserungen nötig, wie das folgende Foto zeigt:

Aufstiegsintervall ? - hier sind noch Nacharbeiten notwendig

Aufstiegsintervall ? – hier sind noch Nacharbeiten notwendig

Genauigkeit der Uhr

Der GPS-Sensor überrascht durch recht zuverlässige Daten, jedoch nicht im Gelände mit eingeschränktem Empfang. Die Uhr liefert im ersten Teil der Strecke des Madeira Island Ultra Trails (MIUT) gute Ergebnisse, jedoch stößt sie in Tunneln und im steilen Gelände nahe des Pico do Arieiro auf Probleme. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass der Beschleunigungssensor in der Uhr keine optimalen Daten bei GPS-Ausfall liefert. Die gemessenen Höhenmeter auf der 110km langen Strecke wurden durch Garmin Connect und die hinterlegten Reliefkarten von 6845m Anstieg auf 6446m Anstieg korrigiert.

Madeira Island Ultra Trail (MIUT) auf Strava

Madeira Island Ultra Trail (MIUT) auf Garmin Connect

Der Wank bei Partenkirchen sollte als zweite Teststrecke Einblicke in das Verhalten der Uhr geben. Ich lief die Strecke im Trail-Run-Modus mit folgender Konfiguration der Fenix 2:

– Data Recording: smart
– GPS-Mode: normal

und parallel dazu mit dem Garmin GPSmap 62s:

– Record Method: auto
– Recording Interval: normal

Die Ergebnisse der Aufzeichnungen seht ihr unter folgenden Links:

Berglauf auf den Wank mit Fenix 2

Berglauf auf den Wank mit GPSmap 62s

Legt man beide Tracks parallel (siehe Google Earth Bild), gibt es sowohl beim GPSmap 62s als auch bei der Fenix 2 Abweichungen vom Weg. Die Resultate sind sehr ähnlich, Unschärfen sind auf die Abstände der aufgezeichneten Punkte zurückzuführen und nicht auf den GPS-Empfang. Bei der Wallfahrtskirche St. Anton habe ich eine kurze Schleife ohne GPS-Empfang eingebaut und auch hier lieferte der Beschleunigungssensor der Fenix 2 keine vernünftigen Daten.

Vergleich GPSmap 62s (rot) mit Fenix 2 (blau)

Vergleich GPSmap 62s (rot) mit Fenix 2 (blau)

Die Höhendaten vom GPSMap 62s liegen am Gipfel des Wank näher an der tatsächlich gemessenen Höhe von 1780m. Der Streckenunterschied der beiden Geräte von ca. 500m ist bei einer Gesamtstrecke von ca. 14km bereits erheblich.

Sensoren

Bluetooth-Smart-Sensoren werden von der Uhr nicht unterstützt, jedoch ist die Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone möglich. Die Android-App Garmin Connect wartet leider noch auf das Update zur Fenix 2 und damit auf die Kompatibilität. In Kürze wird die Fenix 2 damit zur Smart Watch, die Anrufe und Textnachrichten vom Trainer oder von Freunden während des Laufens auf dem Display anzeigt. Ein Live-Tracking während deines Trainings wird dann ebenfalls möglich sein, jedoch solltest du dir unbedingt vorher über den Zuschauerkreis im Klaren sein.

Radfahrer können mit der Fenix 2 verschiedene Leistungsmessgeräte für Fahrräder verwenden, die auf ANT+ Datenübertragung basieren. Die Verwendung von ANT+ Sensoren und Bluetooth Smart Datenübertragung ist gleichzeitig nicht möglich. Das Display der Uhr ist mit bis zu drei Datenfeldern pro Seite konfigurierbar und es können mehrere Seiten pro Sportart erstellt werden. Darüber hinaus kannst du deine eigenen Sportarten konfigurieren. Diese Funktionen sind direkt an der Uhr konfigurierbar, hilfreich und sehr nützlich!

Besondere Eigenschaften

Für die Schönwetterläufer bietet die Fenix 2 die Trainingsoption “im Gebäude” und misst zurückgelegte Entfernung und Geschwindigkeit — auch ohne Fußsensor — über einen Beschleunigungssensor im Gehäuse am Handgelenk. Falls du zum Ausgleich gern schwimmst, ist die Fenix 2 sowohl in freien Gewässern als auch in der Schwimmhalle dein Trainingspartner, der dir aktuelle Geschwindigkeit, Armfrequenz und zurückgelegte Distanz anzeigt. Bitte beachte allerdings, dass die Wasserdichtigkeit der Uhr auf 5 ATM begrenzt ist und damit die Eignung zum Schwimmen stark einschränkt wird. Schnorcheln zum Beispiel und häufiges Schwimmen sind nicht empfohlen. Aus diesem Grund erhält die Uhr auch nur die Wertung “duschtauglich”. Die Fenix 2 liefert auch für alpine Skifahrer interessante Auswertungen und erkennt automatisch, wenn du den Lift verlässt und du dich wieder zur Abfahrt auf die Piste begibst.

GPS Uhren: Garmin Fenix 2
Preis in € 399€ (449€ mit HF-Gurt)
Gewicht 85
Barometrischer Höhenmesser ja
Kompass 3-Achsen-Kompass
Akku-Betriebszeit mit GPS 16-50h
Akku-Betriebszeit ohne GPS 5 Wochen
Wasserdichtigkeit duschtauglich
Aufzeichnungsintervall ab 1s (konfigurierbar)

Die Fenix 2 auf Tour

Zusammenfassung

Die Fenix 2 ist eine hochwertige und robuste GPS-Uhr für Outdoor-Sportler, die sich nicht ausschließlich auf eine Sportart beschränken und viel im Gelände unterwegs sind. Die Änderungen zum Vorgängermodell beschränken sich auf Funktionen, die besonders für Multisportler interessant sind und nur in geringem Umfang auf die Hardware der Uhr. Wie alle GPS-Uhren dient sie nicht zur reinen Navigation und ersetzt die Papierkarte nicht. Die Zuverlässigkeit der Uhr ist verbesserungswürdig; bei langen Aufzeichnungen trifft die Fenix ganz schnell auf ihre Grenzen. Beim Speichern, Laden und Auslesen von Daten hatte ich mehrfach Probleme. Der Empfang der Uhr ist zufriedenstellend, konnte allerdings in Gelände mit geringem Satellitenempfang nicht vollständig überzeugen. Auch der Beschleunigungssensor am Handgelenk konnte den fehlenden GPS-Empfang nicht kompensieren. Die lange Akkulaufzeit im UltraTrack-Modus ist besonders bei langen Distanzen hilfreich und ebenso schätze ich Möglichkeit Einstellungen an Aktivitäten an der Uhr selbst vornehmen zu können.

Die Informationen in diesem Test stammen aus meinen eigenen Erfahrungen, Produktbeschreibungen des Herstellers sowie vom herausragenden Blog von Ray Maker. Falls ihr falsche oder unvollständige Informationen in meinem Beitrag findet, bin ich für euren Hinweis dankbar.

GPS-Uhren für Trail-Läufer

Für einen Traillauf brauche ich lediglich ein Paar Schuhe, eine Hose und ein T-Shirt. In den Bergen habe ich zusätzlich ein Notfallpaket mit Smartphone dabei, welches bei mir oft den GPS-Track aufzeichnet. Will ich auf aktuelle Trainingsdaten zugreifen, trage ich eine Uhr am Handgelenk. Kürzlich habe ich mich gefragt: Was leisten heutige GPS-Uhren und wie können sie uns Trail-Läufer unterstützen?

GPS-Uhren überwachen ununterbrochen unseren Körper; sie zeichnen Position, Distanz, Zeit und Geschwindigkeit auf. Einige warnen sogar vor Unwettern. Hersteller von GPS-Uhren haben speziell für uns Trail-Läufer Produkte entwickelt, die eine genaue Trainingsauswertung zulassen und die entscheidenden Informationen im Wettkampf liefern. Ich hatte die Möglichkeit sieben aktuelle Modelle zu testen und präsentiere euch hier die Ergebnisse. Die spezifischen Funktionen der Uhren sind im Text beschrieben und die wichtigsten Informationen sind am Ende dieses Blogeintrages in einer Tabelle zusammengefasst. Bei allen Uhren ist die Messung der Herzfrequenz möglich, denn ein Herzfrequenzsensor war stets im Lieferumfang enthalten.

Die Informationen in diesem Test stammen aus meinen eigenen Erfahrungen, Produktbeschreibungen der Hersteller und vom herausragenden Blog von Ray Maker. Falls ihr falsche oder unvollständige Informationen in meinem Beitrag findet, bin ich für euren Hinweis dankbar.

Nike+ Sportwatch

Nike+ Sportwatch

Nike+ Sportwatch

Die Nike+ Sportwatch überzeugt durch ihr schlichtes und elegantes Äußeres sowie die große, gut lesbare Anzeige. Das Armband der Uhr fühlt sich hart und steif an und steht bei schmalen Handgelenken seitlich ab. Eine Zusatzfunktion fällt sofort auf: Das Antippen des Displays aktiviert entweder die Hintergrundbeleuchtung oder started eine neue Rundenzeit (kein Touchscreen). Somit könnt ihr die Uhr auch bei hoher Laufgeschwindigkeit bedienen. Negativ wirkt sich dieses Feature auf Radtouren aus, denn dann löst jeder größere Holperer diese Funktion aus. Zur Auswertung der Aufzeichnungen, wird die Uhr über einen verdeckten USB-Port im Armband mit dem Computer verbunden. Die Nike+ Connect Software überträgt die Daten an das Nike+ Onlineportal. Leider ist diese Auswertung nur online und auch nur laufspezifisch möglich. So verfälschen gelegentliche Radtouren die persönlichen Statistiken ganz ordentlich. Liebe Produktentwickler von Nike: Bitte schleunigst für zusätzliche Sportarten erweitern! Der mitgelieferte Schrittfrequenzsensor soll Messungen auch ohne GPS-Empfang ermöglichen, der Sensor passt allerdings nur in Nike+ Schuhe bzw. benötigt eine zusätzliche Halterung am Schuh. Die Genauigkeit des Sensors und die Aufzeichnungskapazität von 15 Stunden sind für meine Zwecke völlig ausreichend. Insgesamt ist die Nike+ Sportwatch ein toller Begleiter für den Trail-Läufer, der eine unkomplizierte und zuverlässige GPS-Uhr im unteren Preissegment sucht.

Polar RC3 GPS

Polar RC3 GPS

Polar RC3 GPS

Polar hat mit der RC3 GPS eine sehr leichte und schmale Uhr geschaffen, die erstmals in der Polar-Produktserie das GPS-Modul integriert hat. Frühere Modelle ließen sich lediglich mit einem externen GPS-Modul kombinieren. Die RC3 GPS wurde speziell für Läufer entwickelt, lässt sich jedoch mit Zusatzgeräten und angepassten Funktion auch von Radfahrern nutzen. Wie üblich glänzt die Uhr bei der EKG-genauen Messung und bei der Analyse der Herzfrequenz. Leider ist sie sich nicht mit dem Bluetooth-Brustgurt H7 kombinierbar. In einem Fitnesstest kannst du deine Trainingsbereiche grob bestimmen und sogar deine VO2max ermitteln. Wenn du die eigenen Werte bereits kennst, kannst du diese natürlich direkt in der Uhr übernehmen und dein Training anschließend sehr gezielt steuern. Die Anzeige der Uhr ist groß und verschiedene Darstellungen sind auswählbar, diese sind allerdings nicht konfigurierbar. Die Bedienung der Uhr wirkt auf mich unübersichtlich und etwas überladen. Für Erkundungen ganz hilfreich finde ich die Funktion “back to start”, die anhand eines Pfeils die Richtung und die Entfernung zum Ausgangsort anzeigt. Eine Uhr dieser Preisklasse sollte zum Schwimmen geeignet sein und nicht — wie mir passiert — beim ersten längeren Lauf im Regen von innen anlaufen.

Über einen verdeckten Micro-USB Anschluss auf der Rückseite der Uhr lässt sie sich per Micro-USB-Kabel mit dem Computer verbinden. Die Trainingsdaten kannst du über die WebSync-Software sowohl online im PolarPersonalTrainer (PPT) als auch offline mit zahlreicher Drittsoftware bequem auswerten. Der PPT bietet dir detaillierte Statistiken und unterstützt die Erstellung von Trainingsplänen. Die Oberfläche des PPT ist leider etwas in die Jahre gekommen und bedarf einer Überarbeitung. Auch die Integration weiterer Geräte von Drittherstellern sowie die Synchronisation mit Smartphones sind unzureichend umgesetzt. Die Polar RC3 GPS ist eine Uhr für Läufer, die ihren Körper genau analysieren und ihr Training gezielt steuern möchten und dabei ab und zu auf andere Sportarten ausweichen.

Suunto Ambit 2 Silver

Suunto Ambit 2 Silver

Suunto Ambit 2 Silver

Die Suunto Ambit 2 ist die robuste Allzweckwaffe für den alpinen Läufer und Multisportler. Das massive Erscheinungsbild und das Gewicht täuschen dabei leicht über die übersichtlichen sowie konfigurierbaren Menüs und die zahlreichen Funktionen hinweg. So lassen sich Apps auf der Uhr installieren, die beispielsweise Gewitterwarnungen angeben, eure minimale Herzfrequenz während des Schlafes aufzeichnen oder die voraussichtliche Marathonzeit während des Laufes berechnen. Die Uhr ist wasserdicht und eignet sich zum Schwimmen. Besonders spannend finde ich die Kombination von barometrischer Höhe und GPS (FusedAlti). Routen können vorab im Web unter Movescount konfiguriert werden und die Uhr besitzt einen Multisport-Modus, der den Wechsel zwischen Sportarten während des Trainings ermöglicht. Die Kommunikation mit externen Sensoren ist mit Produkten zahlreicher Hersteller möglich (ANT+).

Bryton Cardio 40

Bryton Cardio 40

Bryton Cardio 40

Die Bryton Cardio 40 Uhr wurde speziell für Läufer entwickelt und ist so schmal und klein, dass man bei dieser Uhr gar kein GPS erwartet. Es ist aber drin! Sechs konfigurierbare Anzeigen stellen die Trainingsdaten übersichtlich und groß auf dem Display dar. Die Uhr verfügt über eine Intervallfunktionen und ermöglicht die Anbindung zusätzlicher Sensoren (ANT+). Die Installation der Software zur Datenübertragung funktionierte leider nicht fehlerfrei. Trainingsdaten können online auf brytonsport.com ausgewertet werden.

Garmin Fenix

Garmin Fenix

Garmin Fenix

Die Garmin Fenix richtet sich an Outdoorsportler und erfüllt mit barometrischem Höhenmesser, Kompass, Karte und vielseitig konfigurierbaren Menüs alle Anforderungen von Profis. Mehrere Alarme können als Ton oder als Vibration konfiguriert werden. De Akku-Betriebszeit mit bis zu 50 Stunden im GPS-Modus setzt Maßstäbe. Der Ant+ Standard ermöglich die Kombination mit zahlreichen Sensoren von Drittherstellern. Die Uhr lässt sich problemlos per Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone sowie mit anderen Fenix-Uhren zum Datenaustausch verbinden. Wenn ihr euch auf Reisen in ein anderes Land begebt, kümmert euch nicht mehr um die Zeitzonen. Die Garmin Fenix übernimmt das völlig automatisch, sobald das GPS aktiviert wurde. Die Garmin Fenix unterstützt sowohl Routen, die auf Garmin Connect erstellt wurden wie auch GeoCaching. In Garmin Adventures lassen sich Bilder mit den aufgezeichneten Daten verknüpfen (Geo-Tags) und veröffentlichen. Das Angebot an Softwarepaketen wirkt verwirrend auf den Nutzer und sollte in einem Gesamtpaket integriert werden. Die Auswertung der Trainingsdaten erfolgt entweder online im web-basierten Garmin Connect oder offline mit Basecamp. Die Beschränkung in Basecamp auf Garmin-Karten im Zeitalter von GoogleMaps, Bing Maps und OpenStreetmap scheint nicht zeitgemäß.

Runtastic RUNGPS1

Runtastic RUNGPS1

Runtastic RUNGPS1

Diese vergleichsweise kleine und leichte Uhr des oberösterreichischen Unternehmens der gleichnamigen App ist ein schlichter Laufbegleiter, der dennoch die wichtigsten Funktionen bereithält. Ein kleines aber konfigurierbares Display zeigt in drei Zeilen die aktuellen Daten an, allerdings sind die Zeichen aufgrund der geringen Auflösung nicht immer gut ablesbar und die Buchstaben am Rand des Displays wirken auf mich kryptisch. Ein elektronischer Kompass ist verfügbar und Rundenzeiten können automatisch (über Wegpunkt oder Distanz) aufgezeichnet werden. Die Bedienung ist nicht sehr intuitiv, so fehlt nach dem Ende einer Aufzeichnung die Rückmeldung der Uhr, ob die Trainingsdaten tatsächlich gespeichert wurden. Das Web-Portal runtastic.com bietet die Möglichkeit zur Auswertung unterschiedlichster Sportarten, die volle Funktionalität steht aber erst bei einer Gold-Mitgliedschaft zur Verfügung, die eine nicht unerhebliche Jahresgebühr voraussetzt.

Geonaute Keymaze 700

Geonaute Keymaze 700

Geonaute Keymaze 700

Das Produkt der Decathlon-Tochter Geonaute rangiert qualitativ am unteren Ende meiner Testexemplare. Die Bedienungsanleitung liefert trotz der 18 Sprachen auf zwei Seiten nicht ausreichend Informationen und leider sind auch online nicht viele Hinweise zum Produkt auffindbar. Das Keymaze 700 wird mit einem einfachen Klett-Armband am Handgelenk befestigt. Die Uhr verfügt über einen barometrischen Höhenmesser sowie einen elektronischen Kompass. Auf vier nicht konfigurierbaren Displayseiten werden die aktuellen Trainingsdaten dargestellt. Trotz der Größe der Uhr sind die Zeichen auf dem Display schlecht lesbar. Leider können die Trainingsdaten ausschließlich über eine Microsoft Windows-kompatible Software an den Rechner übertragen werden und mit einer veralteten Software ausgewertet werden.

http://www.mygeonaute.com/

GPS Uhren: Nike+ Sportwatch Polar RC3 GPS Suunto Ambit 2 Silver Bryton Cardio 40 Garmin Fenix Runtastic RUNGPS1 Geonatue Keymaze 700
Preis in € 169 279 499,95 149,99 449 149,99 179,90
Gewicht in g 64 57 79 49 85 56 67
Barometrischer Höhenmesser nein nein ja nein ja nein ja
Kompass nein nein magnetischer 3D-Kompass nein magnetischer Kompass elektronischer Kompass elektronischer Kompass
Akku-Betriebszeit mit GPS 9h 12h 15h 8h 16-50h 14h 15h
Akku-Betriebszeit ohne GPS 7 Wochen 4 Monate 1 Monat 2 Wochen 6 Wochen k.A. k.A.
Wasserdichtigkeit duschtauglich duschtauglich schwimmen und schnorcheln schwimmen schwimmen Regen k.A.
Aufzeichnungsintervall 1s 1s 1-60s (konfigurierbar) 4s ab 1s (konfigurierbar) 1s-10min 2s