GAP Pub Run

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Jeden Mittwoch um 19 Uhr treffen sich auf dem Rathausplatz von Garmisch-Partenkirchen Läufer zum GAP Pub Run. Der gemeinsame Lauf führt nicht – wie von einigen erhofft – von Kneipe zu Kneipe, sondern über feinste Trails der Garmischer Hausberge. Erst im Anschluss steht eine kühle Erfrischung im Irish Pub auf dem Programm.

Gestern konnten die 29 Jungs und Mädels auf einer Sieben-Kilometer-Strecke die neuen Modelle der Adidas Terrex Serie ausprobieren. Mit dabei war unter anderem der schottische Laufprofi Robbie Simpson, der derzeit in Mittenwald lebt und trainiert.

Eingeladen ist jeder, der Lust und Laune hat. Informationen zum Lauf findet ihr auf der Webseite von Sport Conrad.

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Zane Grey 50 – The United Trails of America

Aside

Wer kennt schon den härtesten 50-Meilen-Lauf der USA? Als ich vor drei Jahren durch die menschenleere Prärie Arizonas fuhr, hatte ich keinen Schimmer vom Zane Grey 50 Mile Endurance Run. Auf meiner Reiseroute vom Grand Canyon nach Phoenix bog ich irgendwann einfach vom Highway ab und fuhr in Richtung Nirgendwo. Die Wüstenlandschaft verwandelte sich in goldgelbe Grasflächen und später in endlose Kiefernwälder. Vereinzelt standen Bauernhöfe in der Landschaft. Davor parkten oft bullige Pick-Up-Trucks und ein paar Pferde. Dieses Bild entsprach exakt meiner Vorstellung vom Wilden Westen.

Pine © Thomas Bohne

Irgendwann rollte mein Wagen durch die Siedlung Pine – der Ortsname beschreibt die Lage sehr anschaulich. Pine ist umgeben von einem Meer aus Kiefern mit einem Hauch Wildnis: Bären, Elche, Pumas und Klapperschlangen sind hier zu Hause. Pine ist außerdem der Ausgangsort des Zane Grey Highline-Trail. Im Zentrum des Ortes steht der Sidewinder Saloon. Statt Pferden parkten davor riesige Pickup-Trucks und auf Hochglanz polierte Harley-Davidson-Motorräder. Im Saloon herrschte reghaftes Treiben. Die kernigen Bardamen hinter dem breiten Holztresen bedienten ihre Cowboy-Kundschaft in Arbeitsklamotten und mit großen Hüten. “Was willst du, Kleiner?”, rief mir eine der Ladys entgegen? “Ein Sidewinder-Burger mit Coke”, antwortete ich möglichst selbstbewusst.Bloß nicht auffallen, sonst gibt’s hier gleich ne Schießerei, dachte ich. Ich konnte nicht wissen, dass mir gleich einer der saftigsten Burger der Staaten serviert würde. Damals war ich am Vortag des Rennens in Pine, konnte aber keine Läufer oder Anzeichen einer Laufveranstaltung erkennen. Fasziniert vom wilden Charme dieser Gegend, kehrte ich nach Deutschland zurück. Zu Hause angekommen, erkannte ich, welchem Juwel ich da begegnet war.

© Thomas Bohne

Die Renndaten:

  • 50 Meilen (etwa 80 Kilometer)
  • 10 000 feet (3048 Meter) Anstieg
  • 9 000 feet (2743 Meter) Abstieg
  • Streckenrekord: 07:51:07 Dave Mackey

Der schwierigste, härteste und schönste 50-Meilen-Lauf

Der Zane Grey Highline Trail ist kein Rundkurs; er führt entlang der Mogollon-Kante, der Südwestkante des Colorado-Plateaus, durch die endlosen Kiefernwäler Arizonas. Zane Grey war ein amerikanischer Schriftsteller und Frauenheld, der zwischen 1923 und 1930 regelmäßig Zeit in seiner Blockhütte in diesen Wäldern verbrachte. Die Laufstrecke ist technisch schwierig und das Wetter unterliegt extremen Schwankungen. “Läufer müssen sich auf unbeständige Bedingungen einstellen: Hitze, Kälte, Regen, Hagel, Blitze und Flussdurchquerungen”, schreibt der Veranstalter.

© Thomas Bohne

Von den 17 Athleten, die 1990 bei der Premiere am Start standen, erreichten nur sechs das Ziel. Passend dazu lautet der erste Punkt im Reglement: “No whining!” Sympathisch, nicht? Vereinzelt mischen sich auch Spitzenläufer in das limitierte Teilnehmerfeld von etwa einhundert Läufern: Scott Jurek, Karl Meltzer, Nikki Kimball oder Tony Krupicka sind alle Finisher des Zane Grey 50. Krupicka schreibt auf seinem Blog zum Rennverlauf: “Ich habe mindestens zwei Dutzend Elche gesehen (sehr cool) und die erste von zwei Klapperschlangen, über die ich spontan springen musste, da sie auf dem Trail lag (nicht so cool).”

© Thomas Bohne

Nach mehreren Anläufen konnte ich 2016 endlich einen Startplatz ergattern. Beim Check-In kam mir einer der Athleten bekannt vor und ein Blick auf die Teilnehmerliste bestätigte meine dunkle Vermutung: Hal Koerner war am Start, Sieger von Hardrock 100 und Western States. Kurzerhand überwarf ich den Plan einer Fotoreportage zum Ärger des Chefs dieses Magazins und verbannte die Spiegelreflexkamera zur Gewichtsoptimierung aus dem Rucksack.

Der Rennstart am frühen morgen ließ ein Hotelzimmer überflüssig erscheinen und ich entschied mich für die Variante Zelt hinter der Startlinie. Statt Carbo-Loading zog ich ein Burger-Loading im Sidewinder-Saloon vor, was sich schlussendlich positiv auf den Rennverlauf auswirken sollte.

Das Rennen

Um fünf Uhr morgens stand ich mit überraschend leichtem Rucksack und 132 Amis am Start. Renndirektor Joe Galope entschuldigte sich für die Renovierungsarbeiten am Trail: “Früher mussten Läufer über mehr als einhundert Baumstämme klettern, für euch sind es vielleicht zehn.” Mit dem schlechten Gewissen eines Warmduschers trabte ich im Schein meiner Stirnlampe los. Unmittelbar war volle Konzentration gefragt, denn ein schmaler Singletrail führte uns durch feinsten Steinsalat. Ich hing an der Gruppe mit Hal und beobachtete neugierig, wie sich ein Läufer hektisch vor mich drängelte und dabei völlig unkontrolliert über die Steine stolperte. Völlig irre diese Taktik, dachte ich genervt und überholte ihn bei der nächstbesten Gelegenheit. Danach sah ich ihn nie wieder.

© Thomas Bohne

In zwei Stunden hatten wir bereits zwanzig Kilometer hinter uns gebracht und erreichten den zweiten Verpflegungspunkt. Auf einem Klapptisch stand Wasser, Iso, Chips, Kekse, Kartoffeln und Obst. Mit dem ersten Schluck aus der frisch gefüllten Trinkflasche wurde ich unangenehm daran erinnert, dass die Amerikaner nicht nur ihre Hühner chloren. Der Geschmack von Leitungswasser ist gewöhnungsbedürftig und der von Iso so scheußlich, dass ich Angst hatte, die Pflanzen sterben, wenn ich es wegschütte.

Lange Zeit lief ich allein, passierte ab und zu einen Läufer und war irgendwann auf Position zwei. Der schmale Pfad war oft kaum erkennbar im Gras versteckt und zwischendurch immer wieder mit technischen Leckerbissen gespickt. Erkennbar war, dass einige Abschnitte durch Pflegearbeiten deutlich entschärft wurden, was die Rekordzeiten aus den vergangenen Jahren noch respektvoller erscheinen ließ. Die Arbeiten haben den Trail allerdings auch verlängert, was sich erst im Rennverlauf herausstellte.

© Thomas Bohne

So wurden die letzten Kilometer zur Belastungsprobe. Scheinbar an jedem Checkpoint erhöhte sich die Renndistanz und das Ziel rückte immer weiter in die Ferne. Als ich am letzten Checkpoint genüsslich ein Wassereis lutschte in der Hoffnung auf einen Brain-Freeze, raste die erste Frau an mir vorbei und verwies mich auf Platz drei. Immerhin konnte ich diesen bis ins Ziel retten.

Den Zieleinflauf auf dem Parkplatz bei Christopher Creek würden wir Europäer als unspektakulär beschreiben, es war schließlich kaum einer da. Zuschauer? Fehlanzeige! Da stand ein Campingtisch mit belegten Broten, Kuchen und Softdrinks und ein paar Klappstühle. Genüsslich versank ich in einem Stuhl, öffnete einen zuckersüßen Softdrink und begrüßte mit den anderen die nächsten Finisher. Diese familiäre Atmosphäre ist sicher nicht jedermanns Sache. Es gibt keinen tosenden Applaus, keine staunenden Gesichter, keine Menge, nur Gleichgesinnte. Bevor ich überhaupt an eine Post-Race-Dusche dachte, saß ich im verschwitzten Rennoutfit im Sidewinder-Saloon und erwiderte genüsslich: “Einen Sidewinder-Burger und ein Bier bitte.”

Eisenzeit – Eine neue Route auf die Zugspitze

Seit mittlerweile zwei Jahren existiert die neue Route Eisenzeit durch die Nordwestwand der Großen Riffelspitze. Im losen Wettersteinschotter mit Kletterstellen bis zum IV. Grad UIAA und durchaus anspruchsvoller Wegfindung ist sie erfahrenen Alpinisten vorbehalten. Touren können natürlich auch bei lokalen Bergführern gebucht werden. Ursprung der Tour ist der Steig der Bahnarbeiter, die vor etwa achtzig Jahren an der Zugspitze ihre Arbeit verrichteten. Ihre Spuren sind nicht zu übersehen, die alten Leitern und Drahtseile hängen noch heute mehr oder weniger fest in der Wand.

Die historische Route führt von der Bahnstation Riffelriss bis zu den Tunnelfenstern der Bauarbeiter der Bahn. Hier durchquert man deren ehemaligen Schlafraum und Kantine. Von da an führt die Route von Bergführer Michael Gebhardt hinauf zur Riffelnordwand. Ausstieg ist auf dem Nordostgrat der Riffelwandspitze, der bis auf die Zugspitze führt. Von da an klettert man jedoch nicht weiter, sondern seilt auf den Höllentalsteig ab und folgt diesem bis zum Gipfel der Zugspitze.

Eine ausführliche Tourenbeschreibung von Bergführer Michael Gebhardt und Olaf Perwitzschky findet ihr ihr auf der Seite der Zeitschrift Alpin.

Benediktenwand-Überschreitung

Die Überschreitung der Benediktenwand von Lenggries bis zum Kesselberg ist ein echter Leckerbissen unter den langen Wandertouren im bayerischen Voralpenland. Vor Jahren schwärmte mein Lauffreund Basti Haag von der kompletten Überschreitung: Lenggries bis nach Garmisch-Partenkirchen, die sogar von einigen Wanderern als 24-Stunden Gewalttour unternommen wird. Dieser erste Teil der Strecke führt über die Benediktenwand bis zum Kesselberg und eignet sich als langer Lauf für Trail-Läufer.

Hier die Tourdaten

Distanz: 28 Kilometer
Anstieg: 2370 Höhenmeter
Abstieg: 2070 Höhenmeter

Wegbeschreibung

In Lenggries lauft ihr in Richtung der Seilbahn und dann hinter der Talstation auf den Wanderweg aufs Brauneck. In der Bergstation solltet ihr eure Wasservorräte auffüllen. Am Gipfel angekommen, führt ein Weg auf dem Bergrücken über Stangeneck und Achselköpfe auf die Benediktenwand. Die Passagen kurz vor der Benediktenwand sind technisch anspruchsvoll und mit Drahtseilen versichert. Weiter geht es über einen traumhaften Trail zur Pessenbacher Alm mit Bergwachthütte, an der Wasser aufgefüllt werden kann. Der Anstieg zum Schwarzeck und Rabenkopf ist schmal und steil. Weiter über die Kochler Alm zum zähen Anstieg auf den Jochberg. Der Abstieg zum Kesselberg gleicht dann einer Wanderautobahn.

Outdoor-7345

Tourdaten auf Strava

Meine Ausrüstung

  • Wasser und Elektrolyte,
  • Notfallpaket,
  • Verpflegung,
  • die nötige Bekleidung,
  • Telefon,
  • Karte und GPS

Überschreitung des Estergebirges

Es gibt diese Liste an Strecken, die ich seit Jahren mit mir herumtrage. Direkt vor meiner Haustür liegt eine fantastische Landschaft mit traumhaften Trails. Einige ganz besondere ziehen sich wie ein roter Faden durch das Gebirge. Ausreichend Zeit, die entsprechende Fitness und die nötige Bergerfahrung sind hilfreich, um diese kleinen Abenteuer sicher zu überstehen. Bisher fehlte mir leider immer eine der drei Voraussetzungen. Gäbe es das Buch 1000 Trails before you die, dann müsste ein Eintrag wie folgt aussehen:

Überschreitung des Estergebirges

Entlang der Straße von Eschenlohe in Richtung Garmisch-Partenkirchen thront das Estergebirge als mächtige Wand über dem Loisachtal. Kaum vorstellbar, dass sich durch diese steilen Flanken zahlreiche Steige winden und dass sich dahinter eine sattgrüne Hochebene befindet, die Landwirte als Weide für ihre Tiere nutzen.

Die Überschreitung des Estergebirges führt über die Hauptgipfel entlang dieses Gebirgskammes von Eschenlohe nach Partenkirchen. Die Tour bietet bezaubernde Tiefblicke ins Loisachtal und Weitblicke ins Karwendel und Wetterstein. Als Versorgungsstützpunkt für bayerische Spezialitäten liegt die Weilheimer Hütte am Fuße des Krottenkopfes direkt auf der Strecke.

Der Pfad ist steinig, technisch anspruchsvoll und vor allem lang. Die oft als Zwei-Tages-Wanderung geplante Tour kann als langer Lauf in einem Tag absolviert werden. Auf Zeitangaben verzichte ich, da diese stark von der eigenen Leistung und den Wetterverhältnissen abhängen.

Tourdaten

Distanz: 28 Kilometer
Anstieg: 2700 Höhenmeter
Abstieg: 2600 Höhenmeter

Estergebirge-3

Wegbeschreibung

Von Eschenlohe über den Hahnbichelsteig auf die Hohe Kisten, dann über die Weilheimer Hütte und Krottenkopf über den Bischof auf den Fricken. Der Abstieg vom Fricken ist schmal und mündet in den letzten zähen Anstieg auf den Wank. Vom Wank führt ein gut ausgebauter Steig ins Tal nach Partenkirchen.

Strava-Aktivität mit GPX-Track

Meine Ausrüstung

  • Wasser und Elektrolyte,
  • Notfallpaket,
  • Verpflegung,
  • die nötige Bekleidung,
  • Telefon,
  • Karte und GPS

Desert Running: A Life-Changing Experience

It all started in the Atacama desert. I volunteered for the Atacama-Crossing, a 250-Kilometer stage race in northern Chile. This was my first event with RacingThePlanet and the beginning of many new friendship with a landscape does not always show it’s friendly face. At the time I was a volunteer for the Atacama Crossing. My job required me to sweep behind the last runners and to gather all course marking material. I was so curious about the Atacama Desert, that I asked to sweep the whole 250 Kilometers.

Atacama Crossing 2008


What does it take to finish a 4 Deserts Race?

  • You must run 250 Kilometers in 7 days in extremely harsh environment,
  • compete semi-self supported, meaning: you carry all your clothes, equipment and food,
  • stay in tented camps overnight after each stage,
  • you will be provided water at checkpoints and campsites,
  • and you are open-minded and incredibly determined.

Camp 2 at night © Judy Ng

While sweeping the course, I was out in the open desert quite a lot. The vast open, the silence and the purity of this landscape were new to me. Temperature changes from below freezing level at night to high thirties during the day challenged my body in an unknown way. On top of that, the last runners walked slowly and often exceeded daylight to complete the marathon-length stages. Competitors had to bring their own food and volunteers likewise. Since the long hours increased my energy consumption drastically, I soon ran out of food. Luckily, my team members at the checkpoints would sneak the hungry German some chocolate bars and sweets. Even nowadays Mary Gadams, the founder of the event series, regularly brings treats me some extra snacks at the events.

Visiting the oldest desert in the world

The Skeleton Coast © Thomas Bohne

Since Atacama in 2008, I worked on many races. Today I design full-grown race courses all over the world whenever there is a chance to leave my main job. As a course director, my main objectives for the race course include:

  • a beautiful course that fits the race format,
  • a safe course,
  • a course that is logistically manageable.

As you might notice, beauty is subjective. This requirement often leads to discussions, especially when people are surprised by sand and heat, having in mind that they signed up for a desert race.

When RacingThePlanet asked me to design a race course in Namibia, I instantly agreed because I was eager to meet the oldest desert of the earth – the Namib Desert.

© Thomas Bohne

Skeleton Coast Park – first impression

As I visited Skeleton Coast National Park for the first time, the skull and crossbones on the gate welcomed me late at night. The Ugab gate is on the way to Torra Bay – an isolated campsite that is not further than 230 kilometers from the nearest town. We had been driving for hours along the beach where all these shipwrecks and stories rest.

Namibia RTP II-0045

Torra Bay campsite is located right on the beach, but the water of the ocean was cold and the currents were too strong to go for a swim. This only applied for humans because the seals were obviously enjoying the currents. Only during the two months of the summer season in December and January can the local fisherman occupy this place and share it with jackals, brown hyenas and stinking ducks. Every morning and evening the ducks would sit on the water tower that stands in the middle of the campsite. Their holding pattern appeared to be right on top of my tent where they would dump their organic waste accidentally. Far out on the ocean I could sometimes spot whales passing by. I spent two weeks at Torra Bay to scout the route for the race, and I was not prepared for what I saw during the reconnaissance.

© Thomas Bohne

An Ocean of Sand full of Life

First, I explored the area by plane. The plane was very small and light. The pilot could even land on the gravel roads when necessary – in case he needed to relieve himself for example. Then I continued the exploration by car and some sections also by foot. Being alone in the middle of a such an environment reduces your life to the moment. It takes you back to the place where we originate from. Some things become insignificant while others prevail. Your senses sharpen. Over the years, I learnt how to analyze terrain, how to read tracks, and how to interpret animal behavior.

The Skeleton Coast © Thomas Bohne

This was particularly helpful in Namibia because the cold waters of the Benguela stream carry an ocean full of life to the relentless dunes of the Skeleton Coast. Even large animals such as desert-adapted elephants, extremely endangered rhinos, ostriches and a few lions call this place home. But this ecosystem is fragile. Wildlife gets disturbed even in the most remote corners and humans leave tracks that remain for centuries. You could still observe the tracks from the ox wagons of the settlers from more than one hundred years ago.

Black Rhino © Thomas Bohne

The moment I spotted my first rhino tracks, I nervously stared at them because I had no idea what animal could be around me. The only thing I knew: it was huge! I had never seen footprints that size. When we later spotted the large black rhino, I was impressed by the size and appearance of the animal in their natural habitat. There was no fence, no barrier, it was just free. It seems unbelievable how an animal that size can survive in a harsh dry and hot desert. It is just as hard to believe that people would hunt and kill the remaining few for a piece of horn in a world with Viagra and 3D-printers. Black desert rhinos are smaller and more aggressive than their white brothers. They roam mostly alone in areas as big as Belgium.

The most impressive geographic observation for me was a massive dune belt that started near Torra Bay and extends several hundred kilometers north up to the border of Angola. Its sheer size exceeded my imagination.

© Thomas Bohne

The Vanishing Kings

I worked closely with Dr. Philip Stander, a British scientist, who dedicated his life to a desert-adapted lion population in the Namib. For almost 20 years, he has been following the unique desert lion population. Stander told me that he once monitored a male lion that walked all the way up to the border of Angola. The lion covered distances of more than 70 Kilometers a day. He even swam across the crocodile-infested Kunene river to Angola. He then turned around and walked all the way back. When the lion came back, he was shot. This story illustrates how incredibly powerful and skillful these animals can be, but it also illustrates that there is a human-lion conflict. Stander’s work addresses both: he collects research data from the animals and implements a strategy that allows for humans and lions to coexist. Part of his story has been published in the movie The Vanishing Kings.

Desert Lion Conservation © Thomas Bohne

When I first met Dr. Stander, his car was parked in the cover of the dark in front of the first campsite of the race. His custom-built research vehicle screamed in large letters: Desert Lion Conservation and a hyena head was dangling from the bull bars in front. I wondered about what kind of images this would create in the minds of the runners if they would see that. Fortunately, we left camp before sunrise. During the race, Dr. Stander helped to monitor the wildlife. This was necessary to keep the competitors safe and also to minimize the human disturbances to the environment from the race. On top of all my goals mentioned above, it is key to first understand the ecosystem to minimize our environmental footprint.

© Thomas Bohne

The First Edition … ever

For the first ultra-running event in the Skeleton Coast National Park, we welcomed 214 competitors and about 100 staff. The runners came from about 40 nations and included world-class athletes as well as entrepreneurs, soldiers, and even blind people. Some of them started as teams such as the Team The Sound of Small Bells – a group of 14 runners from China, South Korea, and Japan. The runners united for the race and showed that they could succeed as a team despite their language barriers and political differences. “We also want to bring some communication among the three countries”, says team member Arlen Wu. They achieved even more: “We want to help the blind to fulfill their dreams of running the world”, says Wu, who successfully guided one of the four blind runners in their team.

© Thomas Bohne

The Course Team

When the runners lined up at the start line the first morning, my team and I — the Course Team — were long gone. We set off early to ensure that the stage was completely marked and all the checkpoints were in place. This task can quickly turn into a race against time when access roads are long and cars get stuck. During this edition, the drivers were always on time and extremely skilled. I heard rumors saying that this was because of their German ancestors.

© Thomas Bohne

During the race week, our days were long because the Course Team usually leaves camp before sunrise and often reaches the camp for the night after sunset. The team members Susan and Dominik also share the passion for running. Dominik is an experienced sub-three-hour Marathon runner and Susan a 4 Deserts veteran herself. That is mandatory for course marking because the work is mostly done by foot, even when the stages are accessible by car.

© Thomas Bohne

I have worked on races before where the Course Team members ran even further than the competitors. This time each of us covered between 120 and 170 Kilometers during the event, which is at the lower end. During the marking we are often alone out in the open without support nearby. This requires experience, self-responsibility, but also facilitates unforgettable moments.

© Thomas Bohne

I will never forget what happened while I was marking Stage 5. About one hour had passed since I had left the car while I marked a wide open plane by foot. The surface was covered with a thin layer of tiny, colorful stones – a natural mosaic. The ground was hard and I had difficulties putting the flags in. The evening light painted the landscape red and I had to check my GPS device constantly for direction because there was no reference just horizon. Large hyena tracks indicated wildlife activity and I started getting a bit worried because they would get active very soon. Then suddenly a jackal showed up right behind me. He must have been curious as he came closer. The Jackal decided to follow me and we ran side by side for more than a kilometer. Having this sort of company made me feel accepted and welcome although he was probably hoping for me to slip so that he could have a feast.

© Thomas Bohne


Each of us has his own moment that he carries home from such an event. Watching 196 runners finish their journey near Torra Bay, our job was done. For some runners this was an experience of a lifetime, for me it was a visit of a friend.

Thomas Bohne

Thomas Bohne

Cape Wrath Ultra: Das große Scheitern

Der Cape-Wrath-Ultra ist kein gewöhnlicher Etappenlauf, sondern eine abenteuerliche Reise durch den menschenleeren Norden Schottlands. Die vom Eis geschliffenen und vom Wind geformten schottischen Highlands werden nur von Hartgesottenen besucht. Einer davon ist Bear Grylls bei Man vs Wild, wie er vor der Küste aus einem Hubschrauber in den Ozean springt. Zu gering ist die Infrastruktur, zu extrem das Klima. Seit Jahren hat die Läuferszene auf dieses Rennen gewartet und viel wurde darüber diskutiert. Schließlich standen am Sonntag, dem 22. Mai 2016, 95 Läufer aus 15 verschiedenen Ländern am Start in Fort Williams, dem Outdoor-Zentrum Schottlands am Fuße von Ben Nevis.

Fortsetzung folgt…

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Die Etappenübersicht:

   1. Etappe 37 Kilometer, 500 Höhenmeter
   2. Etappe 57 Kilometer, 1800 Höhenmeter
   3. Etappe 68 Kilometer, 2400 Höhenmeter
   4. Etappe 35 Kilometer, 1400 Höhenmeter
   5. Etappe 44 Kilometer, 1400 Höhenmeter
   6. Etappe 72 Kilometer, 1400 Höhenmeter
   7. Etappe 61 Kilometer, 1600 Höhenmeter
   8. Etappe 26 Kilometer, 700 Höhenmeter

Ergebnisse

Frauen

  1. Ita Manuela Mariotto (ITA)
  2. Louise Staples (GB)
  3. Laura Watson (GB)

Männer

  1. Marcus Scotney (GB)
  2. Thomas Adams (GB)
  3. Pavel Paloncy (CZ)

Die Ausrüstung:

  • Canon 5DS
  • EF 16-35 f4 IS USM